Frank-Walter Steinmeier ist der aktuelle Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde am 5. Januar 1956 in Detmold, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen, geboren. Schon früh interessierte er sich für Politik und Gesellschaft, und dieser Weg sollte später sein ganzes Berufsleben prägen.
Bevor Frank-Walter Steinmeier in die Politik ging, studierte er Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Nach seinem Studium arbeitete er einige Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Jurist, bevor er sich ganz der Politik widmete. Seit 1975 ist er Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, kurz SPD.
Die politische Karriere vor dem Präsidentenamt
Bevor Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident wurde, hat er schon viele wichtige Stationen in seiner politischen Laufbahn durchlaufen. Seine Karriere begann eigentlich im Hintergrund, als er als Berater und später als Kanzleramtschef unter dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder arbeitete. In dieser Zeit lernte er, wie die deutsche Regierung von innen funktioniert, und sammelte wertvolle Erfahrungen.
Im Jahr 2005 übernahm Frank-Walter Steinmeier dann ein viel sichtbareres Amt: Er wurde Außenminister von Deutschland. Dieses Amt behielt er bis 2009 und kehrte später, von 2013 bis 2017, noch einmal dorthin zurück. Als Außenminister vertrat er Deutschland auf der internationalen Bühne und traf sich mit wichtigen Politikern aus der ganzen Welt.
Wie Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident wurde
Im Jahr 2017 stand eine wichtige Entscheidung an: Wer sollte der nächste Bundespräsident von Deutschland werden? Frank-Walter Steinmeier wurde von der regierenden Koalition als Kandidat vorgeschlagen, und am 12. Februar 2017 fand die Wahl statt.
In Deutschland wird der Bundespräsident nicht direkt vom Volk gewählt. Stattdessen entscheidet die sogenannte Bundesversammlung über die Wahl. Diese besteht aus allen Mitgliedern des Bundestages sowie einer gleichen Anzahl von Vertretern aus den 16 Bundesländern. Insgesamt saßen bei dieser Wahl 1.260 Personen in der Bundesversammlung.
Was macht der deutsche Bundespräsident eigentlich?
Viele Menschen fragen sich, welche Aufgaben ein Bundespräsident überhaupt hat. Anders als in manchen anderen Ländern hat der deutsche Bundespräsident keine große exekutive Macht. Das bedeutet, er trifft keine Entscheidungen über Gesetze oder die Regierungspolitik. Diese Aufgaben übernimmt der Bundeskanzler.
Trotzdem ist das Amt des Bundespräsidenten sehr wichtig. Der Bundespräsident gilt als moralische Instanz und als Symbol für das ganze Land. Er repräsentiert Deutschland bei Staatsbesuchen, empfängt ausländische Gäste und hält wichtige Reden zu gesellschaftlichen Themen.
Frank-Walter Steinmeier hat dieses Amt genutzt, um sich immer wieder zu Themen wie Demokratie, Zusammenhalt und Toleranz zu äußern. Er wollte, wie er selbst sagte, ein “Gegengewicht zur zunehmenden Vereinfachung” in der Gesellschaft sein. Damit meinte er, dass er komplizierte Themen ehrlich und differenziert ansprechen wollte, anstatt einfache Antworten zu geben.
Die Wiederwahl 2022
Nach fünf Jahren im Amt stand für Frank-Walter Steinmeier eine wichtige Entscheidung an: Wollte er für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident kandidieren? Bereits im Jahr zuvor hatte er angedeutet, dass er gerne weitermachen würde. Diese Ankündigung kam bei vielen Menschen in Deutschland gut an, da Steinmeier während seiner ersten Amtszeit als verlässlich und vertrauenswürdig wahrgenommen wurde.
Die Unterstützung für seine Wiederwahl kam von mehreren Parteien. Die Grünen, die Teil der damaligen Regierungskoalition mit der SPD und der FDP waren, kündigten an, dass ihre Abgeordneten für Steinmeier stimmen würden. In einer offiziellen Erklärung bezeichneten sie ihn als einen “sehr guten und hoch angesehenen Bundespräsidenten”, der dem Land während seiner ersten Amtszeit großen Dienst erwiesen habe. Auch die FDP sicherte ihm ihre Unterstützung zu.
Wichtige Momente während seiner Amtszeit
Während seiner Zeit als Bundespräsident hat Frank-Walter Steinmeier viele bedeutende Momente erlebt, die zeigen, wofür er als Politiker steht. Einer der bewegendsten Momente fand im Jahr 2020 statt, als er an einer Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem teilnahm. Dort wurde des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz gedacht.
Bei dieser Rede sprach Steinmeier sehr offen über die deutsche Geschichte und die Verantwortung, die daraus entsteht. Er beschrieb sich selbst als “beladen mit der schweren, historischen Last der Schuld” und warnte davor, dass sich die “Geister des Bösen in neuer Gestalt” wieder zeigen würden. Diese Worte machten deutlich, wie wichtig ihm die Erinnerungskultur und der Kampf gegen Extremismus sind.
Familienleben von Frank-Walter Steinmeier
Neben seinem politischen Leben hat Frank-Walter Steinmeier auch ein Privatleben, über das die Öffentlichkeit einiges weiß, auch wenn er seine Familie größtenteils aus dem Rampenlicht heraushält. Seine Ehefrau heißt Elke Büdenbender und arbeitet selbst als Juristin. Die beiden sind seit vielen Jahren verheiratet und gelten als ein eingespieltes Team.
Elke Büdenbender tritt bei offiziellen Anlässen oft an der Seite ihres Mannes auf, zum Beispiel bei Staatsbesuchen oder wichtigen Zeremonien wie der Verleihung von Orden. Sie hat sich im Laufe der Jahre ebenfalls einen Namen gemacht, unter anderem durch ihr Engagement für Bildungsthemen.
Häufig gestellte Fragen zu Frank-Walter Steinmeier
Wie lange dauert die Amtszeit eines Bundespräsidenten?
Eine Amtszeit des deutschen Bundespräsidenten dauert fünf Jahre. Frank-Walter Steinmeier begann seine erste Amtszeit im März 2017 und seine zweite im März 2022.
Kann ein Bundespräsident mehr als zweimal wiedergewählt werden?
Nein, laut dem deutschen Grundgesetz kann ein Bundespräsident höchstens zweimal hintereinander gewählt werden. Das bedeutet, Frank-Walter Steinmeiers zweite Amtszeit, die 2027 endet, wird auch seine letzte sein.
Was ist der Unterschied zwischen dem Bundespräsidenten und dem Bundeskanzler?
Der Bundespräsident hat vor allem eine repräsentative und symbolische Rolle, während der Bundeskanzler die eigentliche Regierungsarbeit leitet und politische Entscheidungen trifft. Der Bundespräsident steht sozusagen über den Parteien und soll das ganze Land vertreten, unabhängig von politischen Lagern.
Wird der Bundespräsident direkt vom Volk gewählt?
Nein, anders als in manchen anderen Ländern wird der deutsche Bundespräsident nicht direkt von den Bürgern gewählt. Stattdessen entscheidet die Bundesversammlung, die aus Bundestagsabgeordneten und Vertretern der Bundesländer besteht.
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